Die lichtsicht – Projektions-Biennale ist ein Forum für internationale Projektionskunst. Zum Herbstanfang in jedem ungeraden Jahr wird Westeuropas größtes Gradierwerk zur riesigen Projektionsfläche für diese junge Kunst.
Die intensive Entwicklung der Projektortechnik treibt die Künstler aktuell aus den Museen. Architektur wird zum Bildträger: Kirchen, Hauswände oder einfache Mauern sind die neuen Spielorte der Beamer.
Die Gradierwände in Bad Rothenfelde bei Osnabrück, mit 13 bzw. 10 Metern Höhe und insgesamt 1.048 Metern Breite,
bieten die seltene Gelegenheit, mehrere Kunstwerke dieser Art an einem Ort zu zeigen.
Unterschiedlich starke Eisen-, Gips- und Kalkablagerungen auf den hoch aufgeschichteten Schwarzdornzweigen und der leichte Salzwassernebel vor der Wand erzeugen Reflektionseffekte, die den Projektionen eine eigene Charakteristik geben.
Auf dem 412 Meter breiten Kernstück der Biennale können durchgehend großformatige Bilder und bewegte Projektionen gezeigt werden. Zum Herbst 2011 wird dieser Bereich technisch weiter ausgebaut. Insgesamt 47 synchronisierte
Hochleistungsbeamer werden allein hier den Künstlern zur Verfügung stehen.
Damit sind durchweg gute Gegebenheiten vorhanden für ein Forum der Projektionskunst, das zudem günstig gelegen ist: Im Raum Münster – Osnabrück – Bielefeld leben über 3 Millionen Menschen. Und mit dem Autobahnkreuz A1 / A30 bestehen schnelle Verbindungen nach Amsterdam, Hannover und Berlin sowie Hamburg, Köln und Süddeutschland.
lichtsicht wird maßgeblich von der Heinrich-W.-Risken-Stiftung getragen und in enger Kooperation mit der Gemeinde Bad Rothenfelde veranstaltet.
Die künstlerische Leitung liegt seit dem Start im Jahr 2007 bei dem ehemaligen Leiter der Documenta, Prof. Dr. Manfred Schneckenburger, die Projektleitung hat Paul Anczykowski, der die Projektions-Biennale initiierte.
Mit über 150.000 Besuchern und internationaler Presseresonanz im Jahr 2009 hat sich lichtsicht zum Publikumsmagneten im Norden entwickelt.
Die 3. Projektions-Biennale eröffnet am 1. Oktober 2011 und wird bis zum 8. Januar 2012 zu sehen sein.