Videoprojektionen auf den Gradierwerken in Bad Rothenfelde

lichtsicht 5 – Projektions-Biennale

Videoprojektionen auf den Gradierwerken in Bad Rothenfelde
18.  September 2015 – 7. Februar 2016 

Bald ist es wieder soweit, die kristallinen, mit Salzwasser berieselten Schwarzdornwände werden mit etwa 1km nicht nur zur längsten sondern gleichzeitig auch zur gesündesten Leinwand der Welt! Im Kurort Bad Rothenfelde, nahe Osnabrück, sind schon alle Vorbereitungen für die Eröffnung am 18. September im Gange.

Die lichtsicht 5 blickt mittlerweile auf 10 Jahre Erfahrung zurück. Diese außergewöhnliche Plattform für Projektionskunst hat sich zu einem in der Kunstwelt etablierten Ereignis entwickelt. Das kommt nicht von ungefähr, denn den Organisatoren ist es gelungen, intellektuell schwergewichtige Kuratoren für die künstlerische Gestaltung der Veranstaltung zu gewinnen, die ihrerseits wiederum weltweite Kontakte zu großartigen Künstlern haben. 

Bis 2013 agierte Manfred Schneckenburger, der ehemalige documenta-Macher, in dieser Funktion. Seit diesem Jahr zeichnet Peter Weibel, Direktor des Zentrums für Kunst- und Medientechnologie Karlsruhe, als Kurator verantwortlich für das künstlerische Programm.

So wird in dem beschaulichen Kurort in diesem Jahr mit Star-Künstlern, wie Robert Wilson, USA, und William Kentridge, Südafrika, aufgewartet.

Wilson, ein Multitalent der Kunstszene, ist vor allem durch seine spektakulären Bühnenbilder bekannt. In Bad Rothenfelde wird er eine Auswahl seiner „Video Portraits“ zeigen, eine Werkreihe, die mittlerweile über 60 Porträts von „Celebrities and Royals“ umfasst. Kentridge wird sein brandneues Werk „More Sweetly Play the Dance“, das in Kooperation mit dem Eye Film Museum, Amsterdam, entstanden ist, zur Aufführung bringen. Ein klanggewaltiges Opus auf die Post-Apartheid Südafrikas. Dabei agieren nicht nur seine gezeichneten Figuren, wie man sie aus seinen früheren Animationsfilmen kennt, sondern echte Musiker, Schauspieler und Tänzer beleben die ansonsten gezeichnete Szenerie in Form einer 14-minütigen Prozession. 

Weitere Künstler sind zu nennen: Eyal Gever, Israel, der eine getanzte Performance auf den Wasserfontänen des Parks projiziert, was eine ganz märchenhafte Erscheinung verspricht. Die Stuttgarterin rosalie, Tim Otto Roth, Köln, Holger Förterer, Karlsruhe, der Australier Daniel Crooks, der Japaner Ryoji Ikeda, die Londoner Künstlergruppe Random International und die Künstlergruppe um die Arbeit LASACT

Als Klammer der diesjährigen lichtsicht 5 könnte man das Thema Porträt benennen. Vom klassischen Porträt, zum Tierporträt bis hin zum Selfie oder gar zum Porträt von Besuchern, die interaktiv in die digitale Darstellung eingreifen können, ist das Spektrum weit gesteckt. 

Aber auch derjenige Besucher, der nicht so kunstaffin ist und bei den genannten Namen nicht vor Erstaunen große Augen macht, wird für seine Anreise belohnt werden. Ganz einfach, weil es ein besonderer Genuss für alle Sinne ist, dieses Schauspiel für Augen, Ohren und letztlich auch die freie Nase. Keiner bleibt von der Schönheit dieses Zusammenspiels von Kunst und Natur unbeeindruckt.

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